Yasemin und Nesrin Samdereli

Zwei Schwestern – eine gemeinsame Berufung: Filme! Während Nesrin Samdereli vor allem als Drehbuchautorin tätig ist, arbeitet Yasemin Samdereli nicht nur an Drehbüchern, sondern vorrangig als Regisseurin. 2013 gründeten die Samderelis, gemeinsam mit Produzentin Anja-Karina Richter, die Firma S2R Film GmbH.

Mit der gemeinsamen Dokumentation „Die Nacht der Nächte“ (Kinostart: April 2018), produziert von S2R Film GmbH und Fruitmarket, für die die Zwei im Januar den Bayerischen Filmpreis 2017 erhielten, gewährt das erfolgreiche Schwestern-Duo einen Einblick in das Geheimnis langer Beziehungen. Vier Ehepaare, die über 55 Jahre zusammen sind, wurden dabei gefragt, was ihre Beziehungen am Leben hält. Dabei könnten die Umstände des „Zusammenkommens“ bei allen Ehepaaren nicht unterschiedlicher sein.

Gäste des „Director’s Cut“ können auf den 18. Februar 2018 gespannt sein, wenn Nesrin und Yasemin Samdereli beim „Director’s Cut“-Talk im Hotel Adlon Kempinski spannende Fakten dieses Film-Projektes offenbaren.

Hintergrund: Geboren wurden die deutsch-türkischen Samdereli-Schwestern in Dortmund. Yasemin, die ältere der beiden, begann direkt nach dem Abitur ihr Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München, während Nesrin nach der Allgemeinen Hochschulreife als Assistentin für Filmeinkauf sowie internationale Koproduktionen ihre Karriere begann. Bereits zur Studienzeit war Yasemin bei zwei internationalen Kino-Produktionen von Jackie Chan als Regieassistentin tätig und erhielt für ihren Abschluss-Film „Kismet“ den Short Tiger Award. Spielfilme wie „Alles getürkt“ – in Zusammenarbeit mit Schwester Nesrin – und „Ich Chef, du nix“ folgten.

Nesrin schrieb währenddessen die Drehbücher zu „Kismet“ und „Alles getürkt“ sowie zu „Delicious“, wobei sie ebenso Regie führte. 2009 absolvierte die gebürtige Dortmunderin ihr Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie.

2011 gelang ihnen der erste große Durchbruch als Zweiergespann: Für „Almanya – Willkommen in Deutschland“ schrieben Yasemin sowie Nesrin gemeinsam das Drehbuch und erhielten dafür den Deutschen Filmpreis in Gold.